Sicherer Halt in familiärer Atmosphäre

In unserem Hort setzen wir ein teiloffenes Konzept um. Wir haben Hortgruppen mit festen Erzieherinnen und Erziehern, denen die Kinder dauerhaft zugeordnet sind. Jungen und Mädchen aller Klassenstufen sind möglichst gleichmäßig in den Hortgruppen vertreten. Wir bieten den Kindern einen verlässlichen Rahmen und Ablauf.

Die Kinder erfahren durch die Zugehörigkeit zu ihrer Gruppe Sicherheit und Orientierung. Dies gilt umso mehr, da wir mit der Schule unter einem Dach leben und uns viele Räume auch am Nachmittag mit anderen teilen. Die Hortgruppe bietet den Kindern einen festen Bezug. Sie bauen Beziehungen unterschiedlicher Verbindlichkeit auf und erweitern soziale Kompetenzen. Dazu gehören Freundschaften, Konfliktfähigkeit, Einfühlungsvermögen und die Einhaltung von Regeln. Die Kleinen lernen von den Großen. Die Gruppe bietet den Kindern eine sichere Plattform, von der aus sie sich viele Erfahrungsräume eigenständig erschließen. Durch unsere teiloffene Arbeit erhalten die Kinder einen großen Freiraum für Eigenverantwortung und Selbstbestimmung. Sie können andere Gruppen besuchen, gruppenübergreifende Angebote wahrnehmen oder sich mit anderen Kindern im Hof verabreden.

Einmal wöchentlich findet ein „Gruppentag“ mit einem gruppeninternen Angebot statt. Es ist uns wichtig, dass alle Kinder regelmäßig am Gruppentag teilnehmen. Er dient der intensiven Beschäftigung mit und innerhalb der Gruppe. Wir unternehmen an diesem Tag Aktivitäten von Ausflügen in Speyer bis hin zu „Kinderteams“ in der Gruppe.

 

Selbstbestimmung und Mitbestimmung

Freiheit und Demokratie üben

Innerhalb unserer Tages- und Wochenstruktur bestimmen die Kinder selbst über ihre Aktivitäten und Interessen. Sie widmen sich dem Freispiel, besuchen andere Kinder oder Gruppen, gehen hinaus in den Hof, wählen zwischen aktuellen Angeboten oder nehmen an einer AG teil. Darüber informieren sie uns in ihrer Hortgruppe. Dort machen sie sichtbar, wo sie sich jeweils aufhalten, indem sie ihren Magneten auf der Anwesenheitstafel entsprechend auf- und immer wieder umhängen.

Die Kinder bestimmen mit über anstehende Aktivitäten oder Projekte. In „Kinderteams“ besprechen die Hortgruppen aktuelle Themen der Kinder und der Gruppe, planen, diskutieren, stimmen ab und tauschen sich aus. Hier werden Regeln ausgehandelt, selbst formuliert und dann im Alltag verfolgt.

Die Kinder beteiligen sich an der gruppenübergreifenden Planung der Einrichtung, wie an der Ferienplanung oder im Projekt 4. Klasse. Sie sammeln ihre Vorschläge und Ideen, arbeiten nach Wunsch mit in Planungsgremien. Hier informieren wir sie über die Rahmenbedingungen der Planung. Sie erfahren, welches Personal dabei sein wird oder wie viel ein Ausflug kosten darf. Die Kinder können sich einbringen, recherchieren und Anrufe tätigen zu gewünschten Unternehmungen. Gemeinsam legen wir dann die konkrete Umsetzung fest.

 

Freispiel

Spielen ist lustvolles Lernen

Durch Schule, Essen und Hausaufgaben ist ein Großteil der Zeit bereits gebunden. Umso wichtiger ist es, dem Kind Raum und Zeit für das Freispiel zur Verfügung zu stellen, denn im lustbetonten und zweckfreien Spiel werden alle Bildungsbereiche angesprochen. In der spielerischen Auseinandersetzung mit der Umwelt entwickelt das Kind psychische, körperliche und soziale Fähigkeiten weiter.

Wir schaffen äußere Bedingungen für das Spiel, indem wir geeignete Räume zur Verfügung stellen, wo das Kind sein Spiel, den Spielpartner und die Art des Spieles frei aussuchen kann. In unseren Gruppenräumen wählen die Kinder zwischen Bereichen zum Bauen, Lesen, Spielen, Gestalten, Zurückziehen - oder sie gehen in den Außenbereich. Wir schaffen die rechte Atmosphäre aus Zeit, Gelassenheit und Ruhe, um ein Spiel entstehen zu lassen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kinder in ihrer Spielfähigkeit zu fördern und bei der Verwirklichung ihrer Spielideen zu unterstützen. Indem wir beobachten, erschließen wir Spielsituationen und erkennen darin enthaltene Möglichkeiten des Lernen und Erfahrens. Als Spielpartner und Helfer stehen wir zur Verfügung, wenn wir gebraucht werden.

Wir geben den Kindern Sicherheit, vertrauen auf ihr Können und glauben an ihre Kompetenzen. Dazu gehört, dass wir den Kindern die zur Entwicklung erforderliche Eigenverantwortung gewähren, aber auch notwendige Grenzen setzen.

 

Motorische Entwicklung

Sich ausprobieren und toben

In unserem Hortalltag und in den Ferien fördern wir die motorische Entwicklung des Kindes im Besonderen. Die Kinder halten sich gerne auf dem Hof oder dem Sportplatz auf. Hier steht den Kindern ein außergewöhnlich großes und vielfältiges Außengelände zur Verfügung. Hier können sie klettern, turnen, balancieren, im Sandkasten graben, spielen und vor allem rennen und toben. Sie träumen gerne auf der Wiese, ruhen sich aus oder spielen Rollenspiele, während auf dem Fußballplatz immer trainiert wird. Auf vielfältige Weise erproben sich die Kinder und testen ihre körperlichen Fähigkeiten und Grenzen.

In den Ferien gehen wir schwimmen, nutzen die Turnhalle für Ballspiele oder Bewegungsbaustellen, besuchen Spielplätze oder machen Ausflüge in den Wald.

 

Angebote, AGs und Projekte

Themen vertiefen

Unser Ziel ist es, das Interesse der Kinder aufzugreifen oder zu wecken. Wir beschäftigen uns mit Themen, die sich aus der Situation heraus entwickeln; Themen, die für unsere Kinder bedeutsam und spannend sind. Die Kinder selbst, die Umwelt oder aktuelles Geschehen setzen Impulse. In den verschiedenen Aktivitäten vertiefen die Kinder ihr Sachwissen oder erwerben neues, befriedigen ihre Neugierde, entwickeln neue Fähigkeiten oder verbessern bestehende. Die Kinder lernen mit allen Sinnen über Spielen, Hören, Basteln, Körperwahrnehmung, Singen und Tanzen.
Immer wieder bieten wir den Kindern Angebote, die einmalig stattfinden oder über mehrere Einheiten gehen. Die Teilnahme ist freiwillig. Hat ein Kind sich aber dafür entschieden, erwarten wir eine gewisse Kontinuität. Es gibt Angebote, die sich an alle richten oder an bestimmte Altersklassen. Die Aktivitäten finden nach der Hausaufgabenzeit, am Gruppentag, am Freitagnachmittag oder in der schulfreien Zeit statt.

 

 

Kunst-AG

Jeder ist ein Künstler!

Die Kunst-AG findet als Projekt einmal in der Woche statt. Jedes Halbjahr widmen wir uns einem anderen Thema. Wir beschäftigen uns mit einzelnen Künstlern, Epochen oder greifen Themen von aktuellen Anlässen auf. Die Auswahl ergibt sich meist aus der Situation heraus.
In der AG können die Kinder einen Zugang zur bildenden Kunst finden. Sie lernen verschiedene Techniken und Sichtweisen kennen, mit dem Ziel, ihre Gefühle und Erfahrungen bildnerisch darzustellen. Es ist uns wichtig, dass die Ergebnisse nicht bewertet werden; sie stellen einen eigenständigen Weg zur Auseinandersetzung mit der Wirklichkeit dar. Die Kinder können sich erforschen, erproben und mit allen Sinnen die Welt der bildenden Kunst erfahren.
Die Kinder erfahren sich als Spezialisten und bekommen durch regelmäßige Ausstellung ihrer Werke Anerkennung. Wir legen Wert auf gute Materialien und besuchen Ausstellungen oder Museen.

 

Projekt 4.-Klasse

Altersgemäße Beteiligung

Die Kinder der 4. Klasse sind die „Großen“ in unserem Hort und werden zunehmend selbstständiger. Der Übergang in die weiterführende Schule und damit der Abschied von uns stehen bevor. Wir widmen uns diesen Kindern in ihrem letzten Hort- und Grundschuljahr in einem Projekt, das wir über das Jahr hinweg mit ihnen gemeinsam gestalten. Die Kinder sammeln Wünsche, Ideen und Vorschläge, was sie als Gruppe Gleichaltriger im Laufe dieses Jahres gern mit uns erleben würden. Gemeinsam wird dann recherchiert, geplant, terminiert, vorbereitet und anschließend durchgeführt.

Jedes Jahr stehen andere Themen im Mittelpunkt. Die Aktivitäten zeichnen sich dadurch aus, dass wir sie sonst im Hort nicht durchführen, dass sie die gewachsenen Fähigkeiten der Kinder erfordern und für sie neu und einzigartig sind, wie Schnuppertauchen oder im Schulhaus einen gemeinsamen Abend gestalten und übernachten.


Religionspädagogik

Fragen des Lebens entdecken, verstehen und deuten

Christliche Feste haben in unserem Jahreslauf einen festen Platz. Wir begehen die Martinswoche mit Aktivitäten in den Gruppen rund um das Thema des Teilens, des Gebens und Nehmens, lassen bei der Nikolausfeier das Wirken der historischen Person für die Kinder sichtbar werden, begehen den Advent mit biblischen Geschichten, besuchen im Januar die Krippe im Dom. Weitere christliche Feste lassen wir auf unterschiedliche Weise lebendig werden.

Mindestens einmal im Jahr feiern wir einen Familiengottesdienst, den wir gemeinsam mit Kindern vorbereiten und gestalten. Wir laden Kinder und Familien aller Konfessionen herzlich dazu ein. Zur Verabschiedung unserer Viertklässler veranstalten wir einen Gottesdienst im Mutterhaus der Diakonissen Speyer-Mannheim. Im Rahmen von Ferienangeboten oder an Gruppentagen besuchen wir Kirchen und religiöse Stätten.

Anderen Religionen und Kulturen begegnen wir mit Respekt. Fragen von Kindern danach verfolgen wir offen und neugierig, suchen gemeinsam nach Antworten.

 

Hausaufgabenbetreuung

Ruhige Atmosphäre und Selbstständigkeit

Die Kinder erledigen ihre Hausaufgaben zu festgelegten Zeiten und in gesonderten Räumen. Während der Hausaufgaben lösen wir die Gruppenstruktur weitgehend auf. Die Kinder verteilen sich auf Hausaufgabengruppen mit maximal 15 Kindern in Räumen, wo zu diesem Zeitpunkt nur Hausaufgaben gemacht werden. Wir sorgen für einen ruhigen Rahmen und klare Strukturen.

Wir sehen es als wichtige Aufgabe, die Kinder bei der selbstständigen und eigenverantwortlichen Erledigung der Hausaufgaben zu unterstützen und zu fördern. Wir sind für die Kinder da, stehen für Rückfragen zur Verfügung, geben Hilfestellung und sprechen Ermutigung aus. Die Kinder sollen selbst Lösungen finden und sind selbst für ihre Lernerfolge verantwortlich. Wir regen sie zum Nachdenken an, stellen Fragen und unterstützen sie auf diesem Weg. Dazu gehören die Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken und der Gebrauch von Nachschlagewerken. Einzelheiten dazu finden Sie in unseren „Richtlinien“.